Vorstellung Pfarrer Dr. Stahl

Liebe Gemeinde,

was für eine Freude, dass ich mich vorstellen darf. Mein Name ist Andreas Stahl und ab dem 1. April werde ich Ihr neuer Pfarrer in Täfertingen und im Bärenkeller. Weil Sie sich vielleicht fragen, was es denn mit dem neuen Pfarrer auf sich hat, will ich Ihnen gerne ein paar Dinge über mich erzählen.

Ich wurde am 16.04.1989 in München geboren. Als Sohn eines evangelischen Pfarrers und einer Sonderpädagogin verbrachte ich dort mit meinen vier Geschwistern schöne erste Jahre. Nach einem Stellenwechsel meines Vaters wuchs ich dann in Amberg in der Oberpfalz auf. Ein christlicher Glaube, der Freiheit lässt und dem das Engagement für die Mitmenschen wichtig ist, hatte in meiner Familie immer einen hohen Stellenwert. In meiner Zivildienstzeit traf ich die Entscheidung, Theologie zu studieren und Pfarrer zu werden: ein Weg und eine Berufung, der ich bis heute mit großer Leidenschaft folge. Für meinen persönlichen Glauben hatte und hat dabei Taizé eine ganz wichtige Rolle gespielt. Wenn Sie den Ort nicht kennen, fragen Sie mich gerne danach. Die dortige Spiritualität, die Gott in der Stille, in der Musik, im Gebet und im Meditieren der Bibel sucht, hat mich sehr tief geprägt. Mit dem Theologiestudium begann für mich eine abenteuerliche Zeit. Ich reiste und studierte viel im Ausland. Dort lernte ich unter anderem Menschen ganz unterschiedlicher Glaubenssprachen kennen. Aus diesen Jahren habe ich eine Weite für verschiedene Frömmigkeitsstile mitgenommen. Die fantastischste Entdeckung machte ich gegen Ende meines Studiums: Ich lernte meine Frau Judith kennen. Sie wird nach einem Auslandsjahr in Rom ihr Studium in Tübingen bis 2023 beenden und voraussichtlich in einer anderen Gemeinde in Augsburg ins Vikariat gehen. Diesen Sommer werden wir kirchlich heiraten. Zum Glück kenne ich eine Pfarrerin, die das übernimmt.

Nach dem Studium schrieb ich eine Doktorarbeit zum Thema traumasensible Seelsorge. Es geht darin darum, wie Menschen mit traumatischen Gewalterfahrungen umgehen können und welche Rolle der Glaube dabei spielt. Es ist mir nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch wichtig, für dieses Gebiet sensibilisiert zu sein. Auch die Bayerische Landeskirche betrachtet dieses Thema als sehr wesentlich und so ist ein Viertel meiner Pfarrstelle für die wissenschaftliche Weiterarbeit in diesem Bereich bestimmt. Ab 2018 wurde ich Vikar in Grünwald im Süden von München. Dort konnte ich wertvolle Lebenserfahrung sammeln. Ich lernte viele tolle Leute kennen und schätzen. Meine Vorfreude, sich als Pfarrer in Jugendarbeit, Gemeindearbeit und die Gestaltung lebendiger Gottesdienste einzubringen, wuchs dabei noch weiter. Und so nahe der Alpen konnte ich oft in schöner Natur wandern gehen. Neben Sport, Reisen, Lesen und gutem Essen gehören Zeiten in der Natur neben meiner Frau zu meinen größten Leidenschaften. Ab ersten April werde ich nun Pfarrer in Ihrer Erlöserkiche sein. Ich freue mich auf diese Zeit. Und ich freue mich vor allem auf Sie, die Menschen in Täfertingen und im Bärenkeller. Ich freue mich auf alles, was wir gemeinsam in den nächsten Jahren unter Gottes Segen empfangen, entdecken und entwickeln werden. Bis zu unserem persönlichen Kennenlernen wünsche ich Ihnen alles Gute und Gottes Segen.

Dr. Andreas Stahl